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Nachhaltiger Streetstyle in der Schweiz: Labels & Secondhand
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Nachhaltiger Streetstyle in der Schweiz: Labels & Secondhand

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Die Freitag-Tasche aus Zürich ist der Anfang einer Bewegung, die den Schweizer Streetstyle revolutioniert. Entdecke die Hotspots, Labels und Menschen hinter dem nachhaltigen Wandel.

Schon gewusst? Die Freitag-Tasche, die du auf jeder Zürcher Langstrasse siehst, ist mehr als nur ein Accessoire – sie ist der Anfang einer Bewegung, die die Schweizer Modewelt revolutioniert. Während globale Fast-Fashion-Ketten mit immer neuen Kollektionen locken, entdecken modebewusste Schweizer:innen zwischen 18 und 35 Jahren den Wert von Secondhand, Upcycling und fair produzierten Labels. Der Streetstyle in der Schweiz verändert sich – und zwar nachhaltig. Wir zeigen dir die Hotspots, die Labels und die Menschen, die diese Transformation vorantreiben.

Zürichs Vorreiterrolle: Von der Freitag-Tasche zur Umweltbewegung

Zürich ist nicht nur die grösste Stadt der Schweiz, sondern auch der unangefochtene Vorreiter in Sachen nachhaltiger Mode. Das bekannteste Beispiel: die Freitag-Tasche. Was 1993 aus einer Recycling-Idee in einer Zürcher WG entstand, ist heute ein globales Streetstyle-Icon. Jede Tasche wird aus gebrauchten LKW-Planen handgefertigt – und trägt eine einzigartige Patina. Wer durch die Kreise 4 und 5 läuft, sieht sie an fast jedem Arm: bunt, robust, unverwechselbar. Freitag hat damit bewiesen, dass Nachhaltigkeit und Stil kein Widerspruch sind.

Doch Zürichs Engagement geht weit über eine Tasche hinaus. Die Stadt beherbergt inzwischen über 30 nachhaltige Modeboutiquen. Zwei Namen stechen besonders hervor: «Vreni» an der Zähringerstrasse – ein Konzeptstore, der ausschliesslich faire, vegane und lokale Labels führt – und «Gaëlle» im Niederdorf, die auf handverlesene Secondhand-Stücke aus Paris und Mailand setzt. Beide Shops sind Magnet für junge Stylist:innen, die bewusst auf Qualität statt Quantität setzen. «Vreni»-Gründerin Sarah Münger erklärt: «Unsere Kundschaft will wissen, woher die Kleidung kommt. Sie fragen nach den Produktionsbedingungen und freuen sich über transparente Lieferketten.»

Der Zürcher Streetstyle wird zunehmend von Secondhand- und Upcycling-Looks dominiert. Auf dem Flohmarkt am Bürkliplatz am Samstagmorgen tummeln sich junge Leute mit Jutebeuteln, die gezielt nach Vintage-Schätzen suchen. Kombiniert mit modernen Basics entstehen so Looks, die sowohl individuell als auch umweltbewusst sind. Die Zürcher Designhochschule ZHdK hat sogar einen eigenen Kurs zum Thema «Circular Fashion» lanciert – Studierende entwerfen dort Kleidung ausschliesslich aus Alttextilien. Ein Trend, der sich rasant ausbreitet.

Bern setzt auf Secondhand: Brockenhäuser und Pop-up-Geschäfte

Auch die Bundesstadt mischt kräftig mit. Berns Antwort auf die Nachhaltigkeitsfrage heisst: Brockenhäuser. Allen voran das Basler Brockenhaus – eigentlich in Basel, aber mit einer Dependance in Bern. Es verkauft jährlich über 100'000 Kleidungsstücke und ist damit ein wahrer Hotspot für Vintage-Liebhaber:innen. Hier findet man nicht nur Secondhand-Kleidung, sondern auch alte Stoffe, Taschen und Accessoires, die sich leicht upcyclen lassen. «Wir sehen immer mehr junge Gesichter, die gezielt nach Markenstücken aus den 90ern suchen», sagt Geschäftsleiterin Monika Weber.

Ein weiteres Highlight: In der Berner Altstadt eröffnete 2022 der Secondhand-Pop-up «Boutique 39». Das Konzept: Nur wenige Wochen geöffnet, aber jedes Teil handverlesen und oft von lokalen Designer:innen upgecycelt. Der Andrang war so gross, dass der Laden innerhalb weniger Wochen ausverkauft war. «Boutique 39» ist mittlerweile zu einem festen Event in Berns Modewelt geworden – jedes Jahr im Frühling und Herbst öffnet es wieder seine Türen.

Die lokale Influencerin @bernstreetstyle zeigt auf Instagram regelmässig, wie man aus Brockenladen-Funden stylische Outfits zaubert. Ihr Motto: «Secondhand ist kein Kompromiss, sondern eine Chance.» Sie kombiniert eine rustikale Lederjacke aus dem Brocki mit einer modernen Jeans von NIKIN – und beweist damit: Nachhaltiger Streetstyle in Bern ist alles andere als langweilig.

Schweizer Labels, die die Welt inspirieren

Swiss sustainable clothing label

Die Schweiz ist nicht nur Konsumentin, sondern auch Produzentin von nachhaltiger Mode. Drei Labels stechen heraus:

  • NIKIN aus Aarau – Für jedes verkaufte Kleidungsstück pflanzt NIKIN einen Baum. Bis 2023 waren es über 500'000 Bäume. Die Kollektion umfasst Basics wie Hoodies, T-Shirts und Caps aus Bio-Baumwolle. Das Label hat sich mit seinem «One Tree Planted»-Ansatz einen Namen gemacht und ist besonders bei jungen Streetstyle-Fans beliebt. Die Designs sind clean, die Botschaft klar: Mode mit Impact.
  • Vreni aus Zürich – Dieses Label produziert vegan und fair trade. Alle Kleidungsstücke werden in Europa gefertigt, die Stoffe sind aus recyceltem Polyester oder Tencel. «Vreni» liefert an über 20 Läden in der Schweiz, darunter an den gleichnamigen Conceptstore in Zürich. Ihr Bestseller: der feminine Blazer aus recyceltem Denim – ein echtes Streetstyle-Statement.
  • Ecoalf aus Luzern – Obwohl Ecoalf ursprünglich aus Spanien kommt, hat das Luzerner Label eine starke Schweizer Anhängerschaft. Es verwendet unter anderem recycelte Fischernetze für Jacken und Rucksäcke. Die Outdoor-Kollektion ist in der Schweiz sehr gefragt – gerade für den urbanen Alltag und den nächsten Ausflug in die Berge. Die Jacken sind wasserabweisend, leicht und sehen top aus.

Diese Labels zeigen, dass nachhaltige Mode nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch richtig cool aussehen kann. Besonders NIKIN hat es geschafft, Streetstyle mit Aktivismus zu verbinden: Ihre «Tree Planting»-Kampagnen auf Social Media werden tausendfach geteilt.

Community-Treiber: Nachhaltige Streetstyle-Influencer in der Schweiz

Keine Bewegung ohne starke Stimmen. In der Schweiz gibt es eine wachsende Szene von Influencer:innen, die nachhaltigen Streetstyle in den Mittelpunkt stellen. Drei Beispiele, die du kennen solltest:

  • @sustainable_swissstyle – Mit über 12'000 Followern zeigt sie täglich neue Outfits aus Secondhand-Funden. Ihre Looks sind bewusst günstig zusammengestellt – selten über 50 Franken pro Outfit. Sie teilt auch Tipps, wie man alte Kleidung färbt oder umnäht. Ein Muss für alle, die mit kleinem Budget grossen Style wollen.
  • @zurichstreetstyle – Dieser Account hat über 20'000 Follower und hat 2022 eine eigene Upcycling-Linie gelauncht. Die Kollektion besteht aus restlichen Stoffen von anderen Labels und wird in limitierter Auflage verkauft. Der Streetstyle-Photograph hinter dem Account, Luca, sagt: «Wir wollen zeigen, dass Upcycling nicht nur nachhaltig ist, sondern auch kreative Freiheit gibt.»
  • #swissgreenstyle – Diese Instagram-Community verbindet über 5'000 Posts mit nachhaltigen Looks. Von Secondhand über Fair Trade bis DIY – hier posten modebewusste Schweizer:innen ihre Outfits und diskutieren über Materialien und Marken. Der Hashtag wächst täglich und ist die beste Quelle für Inspiration, wenn du dich neu erfinden willst.

Diese Influencer:innen machen vor, wie man mit Bewusstsein und Kreativität den eigenen Stil findet – ohne die Umwelt zu belasten. Sie sind die Treiber der Bewegung und zeigen, dass nachhaltiger Streetstyle in der Schweiz längst im Mainstream angekommen ist.

Zahlen, die überzeugen: Secondhand-Boom in der Schweiz

Der Trend ist nicht nur gefühlt – er ist messbar. Eine aktuelle Erhebung von Swiss Textiles zeigt: 62% der 18- bis 34-Jährigen kaufen gelegentlich Secondhand-Kleidung. Das ist ein Anstieg von 20% gegenüber 2019. Der Umsatz mit Secondhand-Mode in der Schweiz stieg 2023 um 18% auf 340 Millionen Franken. Zum Vergleich: 2020 waren es noch 250 Millionen. Das Wachstum ist rasant – und es wird erwartet, dass die 400-Millionen-Grenze bald geknackt wird.

Eine Umfrage der Universität St. Gallen unter 1'200 Jugendlichen ergab: 45% finden nachhaltige Mode «cool». Fast ebenso viele geben an, dass sie sich von Fast Fashion zunehmend abgestossen fühlen. «Die junge Generation ist informiert und wählerisch. Sie verlangt Transparenz und Qualität», sagt Prof. Dr. Nina Bachmann, die die Studie leitete. Die Zahlen bestätigen: Nachhaltigkeit ist kein Nischenphänomen mehr, sondern ein massentauglicher Lebensstil.

Besonders beliebt sind Vintage-Märkte und Online-Plattformen wie Ricardo.ch oder Tutti.ch. Aber auch physische Läden boomen: In Zürich, Bern und Basel eröffnen ständig neue Secondhand-Boutiquen. Der Trend geht klar weg vom Wegwerfen hin zum Wertschätzen.

Jetzt mitmachen: Dein nachhaltiger Streetstyle wird Teil der Bewegung

Du willst Teil dieser Bewegung werden? Nichts einfacher als das. Hier sind drei konkrete Schritte, wie du deinen eigenen nachhaltigen Streetstyle leben kannst:

  • Teile dein nachhaltigstes Outfit auf Instagram mit dem Hashtag #StilMagazinGreenStyle. Wir sammeln die besten Looks und präsentieren sie auf stilmagazin.ch. Dein Style könnte anderen als Inspiration dienen.
  • Besuche die nachhaltigen Läden in Zürich, Bern und Basel. Adressen und Öffnungszeiten findest du auf unserer Website unter der Rubrik «Green Shopping». Von «Vreni» in Zürich bis zu «Boutique 39» in Bern – es lohnt sich, vorbeizuschauen.
  • Wir verlosen jeden Monat einen Gutschein von NIKIN im Wert von 100 Franken unter allen Einsendungen mit dem Hashtag #StilMagazinGreenStyle. Also schnapp dir deine Lieblings-Shirt, poste es und gewinne mit etwas Glück einen Einkaufsbummel bei einem der nachhaltigsten Labels der Schweiz.

Nachhaltiger Streetstyle ist mehr als ein Trend – es ist eine Haltung. In Zürich, Bern, Basel und überall in der Schweiz wächst eine Community, die zeigt, dass Mode und Umweltbewusstsein zusammengehören. Also mach mit, werde Teil der Bewegung und zeig der Welt, wie cool grün sein kann. Wir freuen uns auf deine Posts!

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