Entdecke die fünf Marken, die die Schweizer Streetstyle-Szene prägen: On, Crows, Anonym, Maloja und Mammut. Erfahre, wie du ihren Look in deinen Alltag integrieren kannst.
Du stehst am Zürcher Paradeplatz, um dich herum ein Meer aus Designer-Logos und internationalen Ketten. Doch während die Masse auf globale Fast Fashion setzt, hat sich eine klare Gegenbewegung formiert: Schweizer Streetstyle-Marken, die mit Authentizität, handwerklicher Qualität und lokalem Design überzeugen. On, Crows, Anonym, Maloja und Mammut – sie alle vereint der Anspruch, nicht nur Kleidung zu produzieren, sondern urbane Lebensart mit Schweizer Präzision zu verbinden. Ein Blick auf die Strassen von Zürich, Basel oder Genf zeigt: Die jungen, modebewussten Träger dieser Labels wollen mehr als nur Trends – sie wollen ein Statement für Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und Identität setzen. In diesem Artikel stelle ich dir fünf Brands vor, die die Schweizer Streetstyle-Szene prägen, und gebe dir konkrete Tipps, wie du ihren Look in deinen Alltag integrierst.
Warum lokale Brands die Schweizer Streetstyle-Szene prägen



Schweizer Streetstyle lebt von einer besonderen Mischung aus internationalen Impulsen und regionaler Bodenständigkeit. Während grosse Fashion-Häuser ihre Kollektionen oft weit weg von den lokalen Bedürfnissen entwerfen, kennen Zürcher, Berner oder Genfer Labels die Herausforderungen des mitteleuropäischen Klimas und den urbanen Alltag aus erster Hand. Das Ergebnis sind Kleidungsstücke, die nicht nur gut aussehen, sondern auch funktionieren – ob bei einem Herbstspaziergang am Zürichsee oder beim Pendeln zwischen Basel und Lausanne.
Immer mehr modebewusste Schweizerinnen und Schweizer zwischen 18 und 35 Jahren setzen bewusst auf regionale Labels statt auf Fast Fashion. Laut einer Umfrage von Swiss Textiles aus dem Jahr 2023 geben 64 Prozent der jungen Konsumenten an, dass ihnen die Herkunft der Kleidung wichtig ist. Das spiegelt sich in der wachsenden Beliebtheit von Brands wie On, Crows oder Anonym wider – Marken, die ihre Produktion in der Schweiz oder zumindest in Europa halten und dabei auf nachhaltige Materialien achten.
Internationale Trends wie übergrosse Silhouetten oder Cargohosen werden von Zürich bis Genf mit einem eigenen Twist interpretiert. So kombiniert die Zürcher Szene gerne technische Outdoor-Jacken von Mammut mit minimalistischen Pieces von Anonym und auffälligen Grafiken von Crows. Das Ergebnis ist ein urbaner Look, der sowohl auf der Strasse als auch im Café eine Geschichte erzählt – eine Geschichte von Qualität, Kreativität und Verbundenheit mit dem Ort.
On Running: Vom Laufband zum urbanen Must-have
On wurde 2010 in Zürich von Olivier Bernhard, Caspar Coppetti und David Allemann gegründet und hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem der erfolgreichsten Schweizer Sport- und Streetwear-Hersteller entwickelt. Was als Laufschuh-Start-up begann, ist heute auf den Strassen von Tokio, New York und natürlich Zürich omnipräsent. Die Cloud-Technologie – patentierte Sohlen mit lufteinschlussähnlichen Profilen – ist nicht nur funktional, sondern auch optisch ein Hingucker geworden.
Besonders Modelle wie der Cloudswift und der Cloudnova haben den Sprung vom Laufband zum Alltagsaccessoire geschafft. Influencer wie Greta Schwarz oder der Schweizer Rapper Loco Escrito tragen sie regelmässig zu Jeans und Kapuzenpullovern. On selbst bezeichnet seinen Style als «Swiss Engineering meets urban lifestyle» – eine Formel, die aufgeht. Die Schuhe sind leicht, federnd und trotzdem robust genug für den täglichen Gebrauch.
So stylst du On-Schuhe alltagstauglich
- Kombiniere die Cloudnova mit einer schwarzen Cargohose von Anonym und einem weissen T-Shirt von Crows – minimalistisch, aber mit sportlichem Akzent.
- Setze auf Kontraste: Trage den Cloudswift in einer Signalfarbe wie «Electric Orange» zu einem gedeckten Outfit aus grauen Jeans und einem beigen Sweater von Maloja.
- Achte auf die Socken: On hat eine eigene Sockenlinie, die sich nahtlos an die Schuhform anpasst. Vermeide dicke Wollsocken, die die Silhouette verfälschen.
Der Flagship-Store in Zürich an der Bahnhofstrasse 70 bietet nicht nur die neusten Modelle, sondern auch eine Laufanalyse an, die dir hilft, den perfekten Schuh für deinen Fuss zu finden. Ein Erlebnis, das über den reinen Kauf hinausgeht.
Crows: Zürichs Underground-Label mit Street-Art-DNA

Crows ist mehr als eine Kleidungsmarke – es ist eine Plattform. Gegründet 2006 in Zürich, hat sich das Label schnell als Sprachrohr der lokalen Street-Art-Szene etabliert. Die T-Shirts, Kapuzenpullover und Caps tragen auffällige Grafiken, die oft in Zusammenarbeit mit Zürcher Künstlern wie der Graffiti-Legende Mischa oder der Illustratorin Livia Keller entstehen. Jede Kollektion ist eine Hommage an die urbane Kultur der Stadt.
Der Look von Crows ist bewusst roh und ungeschliffen: übergrosse Schnitte, auffällige Siebdrucke, Liebe zum Detail. Die Signature-Prints – etwa der stilisierte Krähe auf modischen Kapuzenpullovern – sind bei der jungen Szene extrem begehrt. Anders als bei vielen Fast-Fashion-Labels wird jeder Print in limitierter Stückzahl produziert, was den Stücken eine Sammler-Qualität verleiht.
Wichtige Crows-Kollaborationen
- Mit dem Kunsthaus Zürich (2022): Eine Kollektion, die Werke von Alberto Giacometti auf T-Shirts und Kapuzenpullover brachte – eine unerwartete, aber erfolgreiche Verbindung von Hochkultur und Streetstyle.
- Mit der Zürcher Band «Die Goldenen Zitronen» (2023): Ein Capsule-Collection, die Punk-Ästhetik mit urbanem Comfort vereinte. Die komplette Auflage von 500 Stück war innerhalb einer Woche ausverkauft.
- Mit dem Skate-Shop «Freeroam» (2024): Eine Linie speziell für Skateboarder mit verstärkten Nähten und Baumwoll-Polyester-Mix für mehr Strapazierfähigkeit.
Der Flagship-Store am Helvetiaplatz in Zürich ist der zentrale Treffpunkt der Szene. Hier hängen die neusten Grafiken an den Wänden, und oft finden Live-Painting-Events statt. Ein Besuch lohnt sich nicht nur zum Shoppen, sondern auch, um die kreative Energie des Labels zu spüren.
Anonym: Minimalismus, der im Alltag auffällt


Während Crows mit Farben und Prints spielt, geht Anonym den entgegengesetzten Weg: radikale Reduktion. Das Label aus Zürich (gegründet 2010) fokussiert auf zeitlose Streetwear in den drei Kernfarben Schwarz, Weiss und Grau. Kein Logo, kein auffälliger Print – nur perfekte Schnitte und hochwertigste Materialien. Der Name ist Programm: Die Kleidung soll die Person in den Vordergrund stellen, nicht die Marke.
Das Besondere an Anonym ist die Passform. Jeder Schnitt wird über mehrere Prototypen perfektioniert, bevor er in die Produktion geht. Die Baumwolle stammt aus kontrolliert biologischem Anbau in der Türkei, die Verarbeitung erfolgt in einer familiengeführten Manufaktur im Tessin. Das Ergebnis sind Kleidungsstücke, die sich nach Jahren noch wie neu anfühlen – und die trotz schlichter Optik sofort als qualitativ hochwertig erkennbar sind.
Warum Anonym ein Gamechanger im Schweizer Streetstyle ist
Minimalismus ist nicht langweilig – er ist eine bewusste Entscheidung gegen die Reizüberflutung der Modewelt. Trage einen schwarzen Kapuzenpullover von Anonym zu einer grauen Jogginghose von Maloja und einem Paar On-Schuhen, und du hast einen Look, der sowohl auf dem Campus der ETH als auch in der Zürcher Altstadt funktioniert. Die Stoffe sind schwerer als bei Billigmarken, fallen besser und knittern kaum.
Anonym bietet auch einen Reparaturservice an: Komm mit einem kaputten Kleidungsstück in den Store an der Langstrasse 125 in Zürich, und das Team flickt es für einen symbolischen Betrag. Ein nachhaltiger Ansatz, der perfekt zum Zeitgeist der jungen Generation passt.
Maloja: Vom Berg ins urbane Dickicht
Maloja wurde 1993 in Flims gegründet und hat seine Wurzeln tief im alpinen Erbe. Der Name bezieht sich auf den Malojapass, eine der schönsten Bergstrecken der Schweiz. Die Marke verbindet funktionale Materialien wie winddichte Membranen und wärmende Fleeces mit legeren, urbanen Schnitten. Das ist kein reiner Outdoor-Look – Maloja kleidet Menschen, die sowohl auf dem Berg als auch in der Stadt unterwegs sind.
Besonders beliebt sind die Maloja‑Jacken für die Übergangszeit, etwa das Modell «Lumera», eine leichte Daunenjacke mit urbanem Karo-Muster. Die Farbpalette reicht von gedämpften Erdtönen bis zu kräftigen Akzenten wie «Alpine Red». Auf den Strassen von Basel oder Bern siehst du diese Jacken oft kombiniert mit schmalen Jeans und Turnschuhen – ein Look, der sowohl sportlich als auch stylish wirkt.
Die besten Maloja-Stücke für den Streetstyle
- Das «Polarfleece»-Modell «Aura»: Weich, warm und in gedeckten Farben erhältlich. Perfekt über einem T-Shirt von Anonym getragen.
- Die «Maloja‑Weste» aus recyceltem Polyester: Leicht, winddicht und mit Kängurutasche – ideal für die kühlen Morgenstunden auf dem Weg zur Arbeit.
- Die «Flanelldruck‑Hose» aus Biobaumwolle: Ein Allrounder, der zu fast jedem Oberteil passt. Die Farben sind auf die Kollektion abgestimmt, sodass du ganze Outfits von Maloja kombinieren kannst.
Ein Besuch im Outlet-Store in Flims lohnt sich für Schnäppchenjägerinnen: Hier gibts Vorjahreskollektionen mit bis zu 40 Prozent Rabatt. Aber auch in den Städten – etwa am Zürcher Rennweg – findest du Pop-up-Stores von Maloja, die regelmässig wechselnde Kollektionen präsentieren.
Mammut: Klassiker, die in keiner Kommode fehlen
Mammut blickt auf eine über 160-jährige Geschichte zurück – gegründet 1862 in Dintikon im Aargau. Lange war die Marke reiner Bergsportausrüster, doch seit den 2010er-Jahren erobert sie zunehmend die Strassen von Basel, Bern und Genf. Der Grund: Die Kleidung ist nicht nur extrem langlebig, sondern auch überraschend stylisch. Die Aconcagua-Jacke – benannt nach dem höchsten Berg Südamerikas – ist ein Paradebeispiel. Sie ist leicht, winddicht, atmungsaktiv und in knalligen Farben wie «Türkis» oder «Lemon» erhältlich. Ein Dauerbrenner auf Instagram und in den Strassencafés der Städte.
Mammut arbeitet regelmässig mit lokalen Designern zusammen, um Alpine Heritage neu zu interpretieren. Die Kollaboration mit dem Zürcher Modedesigner Julian Zigerli im Jahr 2023 brachte eine Linie hervor, die klassische Mammut-Schnitte mit streetaffinen Details wie Kordelzügen und Gummizügen versah. Ein Riesenerfolg, der zeigte, wie traditionelle Handwerkskunst und urbaner Zeitgeist verschmelzen können.
Mammut im Alltag: Tipps zum Styling
- Die Aconcagua-Jacke als Eyecatcher: Trage sie über einem schlichten schwarzen Dress oder einer weissen Bluse, dazu Turnschuhe von On und eine Umhängetasche von Anonym.
- Kombiniere die «Mammut-Hose» aus Nylon mit einem übergrossen Kapuzenpullover von Crows – das gibt einen lässigen 90er-Vibe, der aktuell extrem angesagt ist.
- Accessoires nicht vergessen: Die Mützen und Rucksäcke von Mammut sind echte Hingucker. Die «Mammut-Basecap» aus recyceltem Material ist ein simpler, aber effektiver Blickfang.
Der Mammut-Store an der Bahnhofstrasse in Bern bietet eine grosse Auswahl, und das Personal kennt jedes Material und jede Technologie – ein Service, der den Preis rechtfertigt.
Jetzt bist du dran: Style deinen Look mit Swiss Made
Du hast die fünf Marken kennengelernt, die die Schweizer Streetstyle-Szene prägen. Jetzt liegt der Ball bei dir. Der nächste Schritt ist einfach: Besuche die Stores in Zürich, Basel oder Genf, probiere die Kleidung an und lass dich von der Qualität überzeugen. Jede dieser Marken hat ihren eigenen Charakter, und die Kombination ergibt einen Look, der einzigartig ist.
Teile deinen Streetstyle-Look mit dem Hashtag #SwissMadeStreetstyle auf Instagram und inspiriere andere. Wir sind gespannt auf deine Kreationen!



