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Swiss Mode unter der Lupe: Akris, Bally & neue Schweizer Designer
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Swiss Mode unter der Lupe: Akris, Bally & neue Schweizer Designer

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Die Schweizer Modebranche erzielte 2023 Exportrekorde von 1,2 Milliarden Franken. Entdecken Sie traditionelle Luxusmarken und junge Labels, die mit Nachhaltigkeit und Handwerk überzeugen.

Wussten Sie, dass die Schweizer Modebranche mehr zu bieten hat als Schokolade und Uhren? Mit Exportrekorden von 1,2 Milliarden Franken im Jahr 2023 ist sie ein unterschätzter Schatz. Namen wie Akris und Bally mögen vertraut sein, doch auch junge Labels wie Marlen Stöckli oder Mélanie Ryser setzen mit nachhaltiger Strickmode und handgewebten Stoffen neue Massstäbe. In diesem Artikel zeigen wir, warum Qualität, Handwerk und lokale Produktion die Zukunft der Mode aus der Schweiz prägen.

1. Schweizer Mode im Aufwind – eine unterschätzte Grösse

Swiss fashion export statistics

Während Paris, Mailand und New York die globalen Modemetropolen dominieren, agiert die Schweiz oft im Verborgenen. Doch die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Schweizer Modeexporte erreichten 2023 rund 1,2 Milliarden CHF – ein Anstieg von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Getragen wird dieses Wachstum von traditionsreichen Luxushäusern wie Akris und Bally, aber auch von einer neuen Generation unabhängiger Designerinnen und Designer, die auf lokale Produktion und Nachhaltigkeit setzen.

Besonders bemerkenswert: Während viele Länder ihre Textilproduktion ins Ausland verlagern, hält die Schweiz an ihren Wurzeln fest. Die St. Galler Stickerei, die Tessiner Lederverarbeitung und die Zürcher Schneiderkunst sind weltweit bekannte Qualitätsmerkmale. Dennoch werden Schweizer Labels im internationalen Vergleich oft übersehen. Dabei bieten sie genau das, was modebewusste Konsumentinnen und Konsumenten heute suchen: Langlebigkeit, faire Produktion und zeitloses Design. Die folgende Analyse zeigt, warum Sie die Schweizer Mode nicht länger ignorieren sollten.

2. Akris – der Vorreiter im Luxussegment

Gegründet 1922 von Albert Kriemler in St. Gallen, zählt Akris heute zu den renommiertesten Modemarken der Schweiz. Mit einem Jahresumsatz von über 250 Millionen CHF gehört das Familienunternehmen zu den grössten Playern im Luxussegment. Was Akris auszeichnet, ist die Kombination aus innovativen Materialien und traditioneller Handwerkskunst. So verwendet die Marke etwa Nano-Beschichtungen, die Stoffe wasserabweisend machen, ohne ihre Atmungsaktivität zu beeinträchtigen. Viele dieser Stoffe werden eigens in St. Gallen gewoben und gefärbt – ein Alleinstellungsmerkmal, das Akris von der Konkurrenz abhebt.

  • Jährlicher Umsatz: über 250 Millionen Franken
  • Internationale Kundinnen: Michelle Obama, Kate Middleton
  • Nachhaltigkeit: alle Kollektionen seit 2020 Bluesign-zertifiziert

3. Bally – vom Schuhmacher zum Lifestyle-Label

Bally blickt auf eine noch längere Tradition zurück: Das Unternehmen wurde 1851 in Schönenwerd (Solothurn) als Schuhmanufaktur gegründet und beschäftigt heute rund 500 Mitarbeitende. Aus den bescheidenen Anfängen ist ein globales Lifestyle-Label geworden, das neben Schuhen auch Taschen, Accessoires und Prêt-à-porter-Kollektionen anbietet. Der Durchbruch gelang in den 1930er-Jahren mit dem Bally Scribe, einem Herrenschuh, der bis heute zu den Bestsellern zählt und in über 50 Ländern verkauft wird.

  • Gründungsjahr: 1851 in Schönenwerd
  • Mitarbeitende: rund 500
  • Nachhaltigkeit: alle Lederprodukte aus zertifizierten Gerbereien

4. Drei junge Schweizer Labels, die Sie kennen sollten

Neben den Grossen wächst eine lebendige Szene junger Designerinnen, die Schweizer Mode neu definieren. Sie setzen auf lokale Wertschöpfung, kurze Lieferketten und individuelle Designs – oft in Kleinstserien gefertigt. Hier sind drei Labels, die Sie unbedingt auf dem Radar haben sollten:

Marlen Stöckli – Nachhaltige Strickmode aus Zürich

Die Zürcher Designerin Marlen Stöckli hat sich auf Strickmode aus Bio-Wolle spezialisiert. Jedes Kleidungsstück wird in enger Zusammenarbeit mit einer Zürcher Manufaktur produziert, die auf traditionelle Stricktechniken setzt. Die Kollektionen sind minimalistisch, aber farbenfroh – ideal für alle, die natürliche Materialien lieben. Besonders beliebt sind ihre massgeschneiderten Pullover, die auf Anfrage in jeder Grösse angefertigt werden. Stöckli arbeitet ausschliesslich mit GOTS-zertifizierter Wolle und färbt die Garne pflanzenbasiert.

Annette B. Collection – Massgeschneiderte Anzüge für Frauen aus Basel

In Basel kreiert Annette B. Collection massgeschneiderte Anzüge für Frauen, die perfekt sitzen und gleichzeitig nachhaltig sind. Jeder Anzug ist ein Unikat – von der Stoffauswahl bis zur Passform. Die Designerin verwendet hauptsächlich Schweizer Stoffe aus St. Gallen und Zürich, die sie in limitierten Auflagen bezieht. Kundinnen können zwischen klassischen Schnitten und modernen Interpretationen wählen. Das Label bietet zudem einen Reparatur-Service an, um die Lebensdauer der Kleidungsstücke zu verlängern.

Mélanie Ryser – Avantgardistische Kleider aus Genf

Mélanie Ryser aus Genf verbindet handgewebte Stoffe mit avantgardistischen Schnitten. Ihre Kleider sind Kunstwerke: Jedes Stück wird von Hand gewebt, oft mit Seide oder Leinen aus der Region. Die Designerin experimentiert mit unkonventionellen Silhouetten und Asymmetrien – perfekt für modebewusste Frauen, die auffallen wollen. Die Produktion erfolgt in Kleinstserien in einer Genfer Werkstatt, und Ryser legt grossen Wert auf Transparenz.

Sie sehen: Die Schweizer Modewelt hat viel zu bieten. Ob Sie nun luxuriöse Klassiker wie Akris oder Bally oder innovative Nachwuchsdesigner bevorzugen – die Schweiz liefert Qualität und Stil. Besuchen Sie die Showrooms in Zürich, Basel oder Genf, um sich selbst ein Bild zu machen. Oder stöbern Sie online in den Kollektionen – die Zukunft der Mode ist Schweizer Tradition und Innovation.

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